Deleted Scenes bei Perform(d)ance/ Tage des zeitgenössischen Tanzes in Kronstadt
Deleted Scenes/Deutschland/Choreographie: Sergiu Matis/ im Kulturzentrum Reduta, Kronstadt/ am 28. Oktober 2017/ um 19 Uhr
DELETED SCENES
Eine Produktion von Sergiu Matis
Mit: Martin Hansen, Diletta Sperman, Sergiu Matis
Visuals: 8gg
Dramaturgie: Mila Pavićević
Licht: Sandra Blatterer
Kostüme: Federico Polucci
Produktionsleitung: David Eckelmann
Technische Produktion: Robert Prideaux
Koproduktion: Tanzfabrik Berlin
Sergiu Matis bringt gelöschte Szenen eines Tanzes zurück, der durch die Körper im Jetzt ermöglicht wird und Geschichte durch Fantasie verschiebt, um in eine virtuelle Realität zu schlüpfen. Er unternimmt eine Suche nach all den fehlenden Stimmen, die am Hof ungehört blieben, nach den Tänzen der Ausgeschlossenen und Unterdrückten, die keinen Platz in den Geschichtsbüchern fanden. Wie in einem Videospiel werden die Tänze von virtuosen Körpern, die Aufgaben in einer Fantasiewelt erfüllen, ausgeführt. Der virtuelle Raum öffnet das Potential, Körper neu zu denken und Choreografie mit aus der Technik entliehenem Rüstzeug, neue Impulse zu geben. Dies wird in gemeinsamer und direkter Kollaboration mit dem Multimedia-Künstlerduo „8gg“ und neuen Sounds von Lotic geschehen.
Sergiu Matis, geboren in Cluj-Napoca, Rumänien, wohnt seit 1999 in Deutschland. Er begann seine berufliche Laufbahn am Tanztheater Nürnberg, wo er unter Daniela Kurz arbeitete. Seit 2008 lebt er in Berlin und arbeitet u. a. mit Colette Sadler, Yossi Berg, Daniel Kok und Jee-Ae Lim zusammen. Er ist in mehreren Choreografien mit Sasha Waltz & Guests zu sehen. Anfang 2014 schloss er sein Masterstudium Solo / Dance / Authorship (SoDA) am HZT Berlin ab. Er war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Seine Choreografien waren u. a. bei Tanzfabrik, Radialsystem und Hebbel am Ufer in Berlin; National Dance Centre und eXplore Dance Festival in Bukarest; und ImPulsTanz in Wien zu sehen. 2015 wurde sein Stück »Simuliert«, eine Co-Produktion des National Dance Center Bukarest und des Deutschen Staatstheaters Temeswar, in Romänien uraufgeführt.
